Premiere im Schnee – Begegnungsbühne Taunus startet leise und kraftvoll

Draußen fiel dichter Schnee. Straßen wurden langsamer, Wege vorsichtiger. Und vielleicht passte genau das zum Thema unseres ersten Abends: Ankommen.

Ganz ehrlich: Als ich aus dem Fenster auf den Schneefall geschaut habe, war ich gespannt, ob überhaupt jemand kommt. Dass zwei Menschen sich dennoch auf den Weg gemacht haben, hat mich berührt. Es war ein leiser, aber stimmiger Beginn.
Manchmal starten neue Formate genau so.

Trotz des Wetters entstand ein konzentrierter, offener Raum. Nach einer ruhigen Anwärmungsphase und einer ersten Befindlichkeitsrunde haben wir uns der Frage genähert:

Was bedeutet Ankommen – für jede*n ganz persönlich?

Ankommen im Raum.
Ankommen bei sich selbst.
Und vielleicht auch ein Stück weit bei anderen.

In der szenischen Arbeit wurde spürbar: Ankommen ist kein Zustand, den man einfach erreicht. Es ist ein Prozess. Ein Innehalten. Ein Wahrnehmen. Und manchmal auch ein Durchgang durch das, was noch nicht abgeschlossen ist.

In einem Protagonisten-Spiel zeigte sich das Thema Trauer. Nicht als etwas, das „weg“ muss, sondern als Erfahrung, die Raum braucht. Im geschützten Rahmen durfte sichtbar werden, was sonst oft leise bleibt. Resonanz entstand. Perspektiven wechselten. Und es wurde deutlich, wie viel Kraft darin liegt, wenn etwas szenisch erfahrbar wird.

Den Abschluss bildete unsere gemeinsame Runde mit zwei Fragen:

  • Was nehme ich mit?
  • Was lasse ich hier?

Ein klarer, würdiger Ausklang.
Klein begonnen – innerlich bewegt.

Ich freue mich auf die nächste Begegnungsbühne am 19.03.2026 mit dem Thema:
„Ich bin viele – Die Rollen meines Lebens“

Dann hoffentlich ohne Schnee.
Und mit noch mehr Menschen, die neugierig sind, sich selbst und anderen in Bewegung zu begegnen.


👉 Sei am 19.03.2026 dabei und sichere dir deinen Platz.

👉 Wenn du unsicher bist, ob der Abend zu dir passt, melde dich gern direkt bei mir.

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